15 wertvolle Tipps, die ich meinem 18-jährigen Ich geben würde

In die ehemalige Schule gehen und den ziemlich lauchigen Rabauken aufsuchen, um ihm über seine Zukunft zu erzählen. Wer hat da noch nicht drüber nachgedacht? Ich weiß nicht, ob du ein Lauch und/oder ein Rabauke warst, aber ich könnte mir vorstellen, dass du auch fasziniert von dem Gedanken bist. Dem Gedanken, deinem 18-jährigen Ich Tipps zu geben, wie es einige Wege anders einschlagen könnte.

Da es bald schon 10 Jahre werden, die mich von meinem 18-jährigen Ich trennen, möchte ich dich mit auf diese Zeitreise mitnehmen. Dazu müssen wir in eine kleine unterfränkische Kurstadt namens Bad Kissingen ans städtische Gymnasium gehen. Mehr schlecht als recht mogelt sich der 18-jährige Constantin von Klausur zu Klausur, um irgendwie sein Abitur zu schaffen. Was er mal werden könnte, davon hat er keinen Plan. Sehr wohl aber davon, wie er seine Lehrer zur Weißglut bringen kann. Mal klebt er Pausenbrote aufs Lehrerpult, mal klebt er sie an die Decke. Es wird also Zeit, dem Bengel mal ordentlich den Kopf, der damals noch mit prächtigem Haar gesegnet ist, zu waschen!

 

#1 Es gibt einen Weg außerhalb des klassischen Karrieresystems

18-jähriges Ich:“Studieren, ja das muss ich unbedingt. Was genau? Kein Plan. Hauptsache Studieren. Denn das wird mir ein gutes Salär und Ansehen bringen. Wer nicht studiert, der bringt es zu nichts im Leben. „

27-jähriges Ich: „Ich wusste, dass ich irgendetwas bewegen möchte im Leben, aber nicht was. Also Lehramt Englisch, Geschichte und Sozialkunde. Englisch konnte ich nicht, Geschichte/ Sozi ging so tief in die Materie, dass ich mir dachte, dass es Steuergeldverschwendung sei, dafür mein Studium zu finanzieren. Also Wirtschaftswissenschaften, man will ja Selfmade-Millionär werden. Irgendwie selbstständig machen nach Studium und Berufserfahrung. Völlige Zeitverschwendung! Fange direkt an, dich mit Online-Marketing, Verkaufen und Unternehmertum zu beschäftigen!“

 

#2 Alleine reisen oder überhaupt reisen ist einfach

18-jähriges Ich: „Ich wollte immer die Welt erobern, doch wie soll ich das ohne Geld oder Freunde machen? Das kostet ja mehrere tausend Euro. Wie soll ich das anstellen? Meine Freunde sind Schnarchnasen, die krieg ich nie überzeugt.

18-jähriges Ich: „Die Wahrheit ist, lieber 18-jähriger Constantin: Du brauchst nur ein Flugticket und einen Rucksack. In Südostasien kannst du mit dem Geld auf dem Sparbuch locker ein halbes Jahr überleben. Und Nein, der 5er BMW, den du dir stattdessen kaufst, ist nicht nötig!

Überlege dir folgendes: Was wäre, wenn es alleine unterwegs vielleicht nicht den Spaß macht, so wie du es dir vorgestellt hast? Du wärst immer noch in einem geilen Land und hast garantiert mehr Eindrücke und Spaß, als wenn du daheim vor deinem Computer lümmelst!“

Ein Artikel, der dich weiterbringt:

Gegengift für deine Ausreden, warum du angeblich nicht als digitaler Nomade durchstarten kannst

 

#3 Besitz versklavt dich nur

18-jähriges Ich:“Ich brauche unbedingt einen 7er BMW. Ich brauche nice Klamotten. Ich brauche eine bestens ausgestattete Wohnung! 

27-jähriges Ich: „Wolltest du nicht die Welt erkunden und dich frei bewegen? Also warum zur Hölle brauchst du das alles? Du kannst doch sowieso keine Ordnung halten. Also warum sammelst du dann so viel Besitz, den du eh nicht brauchst und der dich eh nicht glücklich macht. Ok, Bücher solltest du so viele sammeln, wie du nur kannst!“

 

#4 Bausparverträge sind der letzte Rotz

18-jähriges Ich: „So ein paar Immobilien zu besitzen, das passt zum Image des Selfmademans. Wie komme ich da schnell dran? Ach da kommt das Angebot mit diesem famosen Bausparvertrag doch gerade richtig!“

27-jähriges Ich: „Nein du Trottel, wie sollst du denn mit 0,1% Rendite dein Vermögen mehren? Bilde dich gefälligst zum Thema Investment und Börse. Schau dir an, was ETFs sind und spare regelmäßig jeden Monat. 

Und an alle, die immer noch Bausparverträge an junge unbedarfte Abiturienten verkaufen: Geht euch vergraben!“

Zwei Artikel, die dich weiterbringen:

7 wunderbare Erkenntnisse aus Bodo Schäfers „Der Weg zur finanziellen Freiheit“

Warum du bei den meisten Altersvorsorgeprodukten abgezockt wirst

 

#5 Nimm dein Ego nicht so wichtig

18-jähriges Ich: „Die Welt ist gerade gut genug! Nach dem Abi werde ich es allen beweisen! Constantin der Große, ja das wäre doch ein passender Titel!“

27-jähriges Ich: „Denke doch mal bitte darüber nach, aus welchem Antrieb du handelst: Machst du es, weil es dich brennend interessiert und du wirklich etwas bewegen willst. Oder ist dir die Anerkennung anderer wichtiger? Stürzt du dich in Wettbewerbe, nur um andere zu übertrumpfen?

Also, du bist gut so, wie du bist!“

Buchtipp: Dein Ego ist dein Feind von Ryan Holiday*

 

#6 Fang einfach an und schau, was passiert

18-jähriges Ich: „Hm, eigentlich will ich mich ja selbstständig machen, aber da kann ich ja pleite gehen. Ich brauche außerdem einen dicken Batzen an Startkapital. Dazu brauche ich einen gut bezahlten Job. Und für diesen gut bezahlten Job brauche ich einen Studienabschluss. Mist, jetzt kann ich ja gar nicht mein Leben nach meinen Vorstellungen leben. Naja, ich habe ja eh keine Geschäftsidee.“

27-jähriges Ich: „Wer sagt, dass eine Firmenpleite schlimm ist? Wer sagt, dass du Startkapital brauchst? Wer sagt, dass du das Rad neu erfinden musst? Werde dir deiner Stärken bewusst, suche dir jemanden, der schon das macht, was du werden möchtest und fang an! Kleine, aber feine Schritte! Vertraue darauf, dass dein Gehirn vielleicht jetzt noch nicht die Lösung oder den Weg kennt. Doch das Gehirn wächst mit seinen Aufgaben. Immer!“

 

#7 Sei Teil der Lösung, nicht des Problems

18-jähriges Ich: „Ach, das schaffe ich nie! XY hat gesagt, das funktioniert nicht. Naja, was will man machen.“ 

27-jähriges Ich: „Wie wäre es mit folgender Denkweise: Nicht denken, dass etwas nicht geht. Sondern sich fragen: Wie kann ich es erreichen/ umsetzen?

Ersteres schließt deinen Geist, zweiteres öffnet ihn und ermöglicht dir in Sphären vorzudringen, die du niemals für möglich gehalten hättest.“

 

#8 Selektiere Kritik und Meinungen

18-jähriges Ich: „Jetzt hat der Mathelehrer schon wieder davon erzählt, dass Selbstständigkeit Selbst und Ständig heißt und sich im Grunde nicht lohnt. Vielleicht ist das doch nicht so das Wahre.“

27-jähriges Ich: „Woher weiß denn dein Mathelehrer, wie sich Selbstständigkeit anfühlt? War er jemals selbstständig? Kennt er erfolgreiche Unternehmer? Also mein Lieber, was zum Teufel qualifiziert ihn dazu, dir deine Träume auszureden? Jedes mal wenn jemand Kritik oder eine Meinung äußert, überlege, ob er die Qualifikation dafür hat. Wenn ja, dann höre ihm weiter zu und stelle weitere Fragen. Wenn nicht, schalte deine Ohren auf Durchzug!“

 

#9 Lerne die Menschen kennen, die so sind, wie du sein möchtest

18-jähriges Ich: „Nach der Schule ein paar Bier trinken und zocken, ja das machen wir! Das macht echt Spaß mit meinen Freunden, hoffentlich bleiben wir ein Leben lang Freunde!“

27-jähriges Ich: „Willst du wirklich als versoffener Zocker enden oder deinem Leben einen Sinn geben und es nach deinen Maßstäben gestalten? Dann hör auf, dich mit Losern und Kleingeistern zu umgeben! Geh raus in die Welt, knüpfe Kontakte. Gehe mit interessanten Menschen essen, höre ihnen zu und stelle viele Fragen! Du wirst feststellen, dass fast jeder bewusst lebende Mensch eine unglaubliche Weisheit in sich trägt!“

Ein Artikel, der dich weiterbringt:

Achtung: Diese 11 Menschentypen rauben dir jede Energie

 

#10 Entwickle deine Persönlichkeit weiter!

I18-jähriges Ich: „Ich bin der größte und beste! Mir kann keiner das Wasser reichen! Ich bleibe so, wie ich bin, mich kann keiner ändern!“

27-jähriges Ich: „Ok, glaubst du wirklich, mit dieser Überheblichkeit kommst du weiter im Leben? Glaubst du nicht, dass es vielleicht Denkmuster und Fähigkeiten in dir gibt, die noch geschliffen werden müssen? Du bist wie ein Diamant, der noch bearbeitet werden muss, um richtig aufzublühen! Also lies Bücher von Tony Robbins, Dale Carnegie und wie sie alle heißen!“

Ein Artikel, der dich weiterbringt:

Machst du noch Persönlichkeitsentwicklung oder packst du deine Probleme bei der Wurzel?

 

#11 Mische dich nicht in das Leben fremder Menschen ein

18-jähriges Ich: „Was XY schon wieder gemacht hat, das geht ja mal gar nicht!“

27-jähriges Ich: „Was interessiert dich das Leben anderer? Warum lässt du sie nicht einfach in Ruhe und kümmerst dich um dein eigenes Glück? Willst du wirklich ein Alman sein, der sich mehr mit den Nachbarn beschäftigt oder jemand der stramm seinen Weg geht? Das wird dir gut tun, dich auf dich selbst zu fokussieren!“

 

#12 Dinge die du nicht ändern kannst, kannst du nicht ändern

18-jähriges Ich: „Scheiß Regen! Scheiß Schule! Scheiß Regierung!“

27-jähriges Ich: „Wozu fokussierst du dich auf Dinge, die nicht in deinem Einflussbereich stehen? Du kannst sie sowieso nicht ändern. Also ist deine Energie besser eingesetzt, wenn du dich auf Sachen konzentrierst, die du ändern kannst. DICH zum Beispiel!

Es gibt exakt drei Handlungsoptionen in jeder Situation. Situation akzeptieren, Situation verändern oder Situation verlassen. Jammern ist nie eine Option!“

 

#13 Achte auf deine Gefühle

18-jähriges Ich: „Schwäche kenne ich nicht. Ich bin der härteste auf dem ganzen Schulhof!“

27-jähriges Ich: „Ok, du machst also einen auf gepanzerten Mann. Glaubst du, diese Maske bemerkt keiner? Deine Gefühle wollen dir immer etwas sagen und werden dich in die richtige Richtung lenken. Lauf nicht vor dir selbst weg! Sonst laufen dir die Menschen weg, die du liebst, denn so bist du fake!“

 

#14 Sei nicht so hart zu dir selbst

18-jähriges Ich: „Ich muss das jetzt unbedingt schaffen, Scheitern ist keine Option!“

27-jähriges Ich: „Ok, ich bin hart mit dir ins Gericht gegangen. Jetzt kommt die gute Nachricht. Müssen tust du gar nichts! Folge deinem Herzen und bestärke dich in deinem Tun. Wenn mal etwas nicht klappt, ist das auch kein Beinbruch. Du kommst entspannter an dein Ziel und wirst auf dem Weg viel lernen!“

 

#15 Ziehe weg von hier

27-jähriges Ich: „Ok, diesen Tipp muss ich dir nicht geben. Du machst das schon! Du wirst deinen Weg gehen und ich bin mir sicher, dass der Weg immer schöner wird! Glaub mir, ich weiß es!“

 

Was du für dich mitnehmen kannst

  • Folge dem Weg, den du für richtig hältst und nicht, was der Mainstream sagt
  • Reise einfach los, du hast nichts zu verlieren
  • Sammle Erlebnisse, keinen materiellen Besitz
  • Fange früh an mit dem Investieren
  • Dein Ego steht dir nur im Weg
  • Lieber schlampigen Erfolg, als perfekt gescheitert
  • Denke lösungsorientiert
  • Oft ist Kritik einfach nur dahergeplappert
  • Du bist immer der Durchschnitt der Menschen, mit denen du dich umgibst
  • Um voranzukommen, muss auch deine Persönlichkeit vorankommen
  • Sich mit anderen Menschen zu beschäftigen lenkt dich nur ab
  • Amor fati – liebe dein Schicksal und mache das beste daraus
  • Halte inne und achte auf dich selbst
  • Wenn etwas nicht klappt, scheiß drauf
  • Ein Ortswechsel kann neue Möglichkeiten bringen

 

Was würdest du deinem 18-jährigen Ich sagen? Würdest du ihm sagen, alles nochmal genauso zu machen oder hast du ein paar Punkte die du ändern würdest? Wie dem auch sei: Sei stolz auf das, was du bisher geleistet hast! Respekt! Ich freue mich auf deine Kommentare!

 

Ein sehr interessantes Video zum Thema „18-jähriges Ich“

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