Leben wie ein Millionär ohne Millionär zu sein – Das Geheimnis von Geo-Arbitrage

Eine Villa mit Pool. Feinstes Essen in schicken Restaurants. Cocktails am Strand. Hört sich ganz schön nach einem Millionärs-Lifestyle an. Wenn man sich das nur leisten könnte!

Ich behaupte, du kannst das! Und das mit einem ganz normalen Einkommen. Glaubst du mir nicht? Ich werde dir in diesem Artikel beweisen, dass du für dein Traumleben nicht erst warten musst, bis der Rubel rollt. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte: Du kannst währenddessen sogar noch Geld zurücklegen. 

 

Was bedeutet überhaupt Geo-Arbitrage?

Das Wort Arbitrage kommt eigentlich aus dem Finanzwesen. Beim Arbitrage Handel werden oft Preisunterschiede genutzt, um damit Geld zu verdienen. Kostet z.B. die Lufthansa Aktie bei der Frankfurter Börse 50 € und an der Stuttgarter Börse 50,10 €, so kann man sie in Frankfurt kaufen und mit Gewinn in Stuttgart verkaufen. 

Bei Geo-Arbitrage geht es darum, sein Geld in einem reichen Land zu verdienen und in einem ärmeren Land auszugeben. Wenn du z.B. als Freelancer oder Online-Unternehmer mit Euro oder Dollar bezahlt wirst, kannst du dein Leben in Thai-Baht oder Indonesischen Rupiah finanzieren. 

Der Begriff ist spätestens seit Tim Ferriss’ fantastischem Buch Die 4-Stunden-Woche* ein Begriff für alle, die ortsunabhängig arbeiten wollen. Wenn du mehr über dieses Standardwerk des digitalen Nomadentums erfahren willst, hier ist ein Blogartikel, den ich darüber geschrieben habe:

Wie Du sofort mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens hast (Tim Ferriss – 4 Stunden Woche)

Geo-Arbitrage ist eigentlich eine Win-Win-Situation: Du kannst Leben wie ein König oder Millionär im Paradies. Gleichzeitig verdienen die Einheimischen gutes Geld an dir. Und das Land kann seine Devisenreserven mit Dollars oder Euros aufstocken. 

 

Wie funktioniert Geo-Arbitrage? Ein Beispiel für Bali

Das Durchschnitts-Nettoeinkommen in Deutschland beträgt für einen Single ohne Kinder laut Statista 23.663 € im Jahr. Das macht pro Monat knapp 2.000 €, die zur Verfügung stehen. Also rechnen wir mal mit diesem Wert für unser Beispiel auf Bali:

 

Villa

Geo-arbitrage Villa
Quelle: Airbnb.de

Auf Airbnb kosten die ersten drei Villen im Schnitt ca. 800 €. Die erste Villa hat Pool, Whirlpool und drei Schlafzimmer. Eingebettet in schönster Natur lässt es sich hier fürstlich leben! Nehmen wir an, du teilst dir diese Villa mit 3 anderen Nomaden, dann kommst du auf 200 € im Monat für diese noble Unterkunft.

 

Coworking-Space

 

geo-arbitrage-coworking-space
Quelle: Hubud.org/pricing

Ein top ausgestatteter Coworking-Space wie das Hubud mit Klimaanlage und allem drum und dran kostet 190 € im Monat. Die Frage ist, ob du nicht sowieso in deiner geilen Villa arbeiten möchtest. Dann kannst du dir ein Office sparen. 

 

Essen und Trinken

Ein Abendessen in Canggu kostet laut Nomadlist 3,03 $, also aktuell 2,68 €. Empfehlen würde ich dir trotzdem bei einheimischen Streetfood-Ständen zu essen. Dort darfst du echt balinesisch mit der Hand essen!

Aber wir lehnen uns ja hier weit aus dem Fenster und wollen Millionär-Lifestyle machen. Das bedeutet: reichhaltiges Frühstück, üppiger Lunch und abends feine Küche. Gehen wir davon aus, dass dich das ca. 30 € pro Tag kosten wird. Da geht aber schon einiges an Bier, Wein und Steaks und das jeden Tag. Macht im Monat rund 900 €.

 

Rollermiete und Transport

Gut, den Rolls-Royce wirst du dir auch hier nicht leisten können. Das würde im balinesischen Verkehr sowieso keinen Sinn ergeben. Denn hier ist das spaßigste und bequemste Transportmittel der Motorroller. Mit 125 cm³ Motor versteht sich. Damit erkundest du die Insel zu schönen Ausflügen. Ich habe 2019 ca. 3 € pro Tag für die Rollermiete gezahlt. Also 90 € im Monat. Das funktioniert nebenbei bemerkt super einfach. Du kannst teilweise direkt am Flughafen einen Roller mieten und beim Abflug wieder zurückbringen. Und anders als in Ländern wie Thailand musst du keinen Ausweis hinterlegen. Das macht die Sache mit den Kratzern deutlich entspannter. 

 

Freizeit

Eine Wanderung bei Sonnenaufgang auf den Vulkan Gunung Batur, einen Kochkurs inklusive Markteinkauf oder ein Tagesausflug zu den Wassertempeln. Auf Getyourguide gibt es unzählige Aktivitäten, die du machen kannst. Vor Ort zu buchen ist meistens günstiger.

Nehmen wir mal an, du würdest 10 Ausflüge im Monat zu 25 € machen. Dann wären das ca. 250 € für unvergessliche Erlebnisse. Momente, an die du dich ein Leben lang erinnern wirst. Momente, die das Leben ausmachen. Das Millionärs-Leben 🙂

 

Massage

Eines solltest du dir auf Bali auf jeden Fall so oft wie möglich gönnen, um deinem Millionärs-Lifestyle zu frönen: die balinesische Massage. Hart aber herzlich beschreibt diese Massage am besten. Ca. 6 € habe ich für eine wirklich entspannende Massage gezahlt, als ich Bali 2019 besuchen durfte. Gehen wir hier davon aus, dass du es dir dort 20 mal im Monat gutgehen lässt. Dann lässt du dir das insgesamt schlappe 120 € kosten. Geo-Arbitrage macht Spaß!

Weitere Kosten

Natürlich kommen noch weitere Kosten hinzu wie z.B. Krankenversicherung oder Roller Tanken. Oder Gelder, die du an korrupte Polizisten zahlen musst. Alles in allem würde ich hier mal mit ungefähr 200 € rechnen. 

 

Gesamtkosten des Millionärs-Lifestyles

Villa 200 €
Coworking-Space 190 €
Essen und Trinken 900 €
Rollermiete 90 €
Freizeit 250 €
Massage 120 €
Weitere Kosten 200 €
Gesamtkosten 1950 €

 

Um 1950 € auszugeben, musst du es schon verdammt oft krachen lassen. Wie du siehst, bleiben bei diesem Beispiel sogar noch 50 € übrig, die du z.B. in einen ETF-Sparplan stecken kannst. Oder auf den Coworking-Space verzichten und gleich 240 € zurücklegen.

Oder auf den kompletten Millionärs-Lifestyle verzichten und dich mit den Einheimischen umgeben. Dann brauchst du keine 1000 € im Monat und hast meiner Erfahrung nach deutlich intensivere Erlebnisse. Du kannst mit ihnen angeln gehen, gemeinsam kochen oder selbst gebrannten Arrak-Schnaps trinken. Das kann dir keine schicke Villa oder Szenerestaurant bieten. Dann könntest du 1000 € im Monat weglegen. 

Alles in allem bist du völlig frei und flexibel, wie du Geo-Arbitrage für dich nutzen kannst.

 

Geoarbitrage zum Outsourcen nutzen

Eine weitere Möglichkeit ist das Outsourcen von beispielsweise Assistententätigkeiten, Grafikdesign oder Programmierung in Länder wie Indien oder die Philippinen.

Auch hier entsteht wieder eine Win-Win-Situation, vorausgesetzt du zahlst angemessen. Mit angemessen meine ich, dass du für das Lohnniveau dieses Landes überdurchschnittlich gut zahlst, damit die Menschen ihre Familie auch ordentlich ernähren können. 5,50 € statt 5 € die Stunde tun uns nicht weh, bedeuten aber eine Menge in einem armen Land. Also bekommst  du von gut ausgebildeten Kräften gute und günstige Arbeit. Während sie dich unterstützen, können sie von deiner guten Bezahlung profitieren. 

Natürlich erfordert der Prozess einiges an Geduld und Mühen, aber im Großen und Ganzen wird es sich für dich lohnen!

Wie du gute virtuelle Assistenten findest, werde ich demnächst in einem Artikel beschreiben, bis dahin empfehle ich dir diesen lesenswerten Artikel von Wirelesslife:

WIE DU GUTE VIRTUELLE ASSISTENTEN FINDEST, WAS SIE KOSTEN UND WORAUF ES BEI DER ZUSAMMENARBEIT ANKOMMT

 

Fazit: Mit Geo-Arbitrage zum Traumleben

Na, habe ich dir zu viel versprochen? OK, Champagner, Rolls-Royce und Hubschrauber wirst du dir höchstwahrscheinlich nicht leisten können. Aber durch das übrig bleibende, investierte Geld wird es vielleicht eines Tages so weit sein. Bis dahin hast du die Möglichkeit unzählige, unbezahlbare Momente in deinem Leben zu sammeln. Durch die günstigen Lebenshaltungskosten haben wir nicht mehr den krassen Druck, viel Geld verdienen zu müssen. Und wenn wir ganz ehrlich sind, brauchen wir in diesen Ländern gar nicht viel, um glücklich zu sein!

Sonnige Grüße

Dein Constantin

 

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