So baust du dir ein 5-stelliges Einkommen als Texter auf

“ 20 Jobs für digitale Nomaden” – Meiner Erfahrung nach ziehen solche Posts extrem gut auf Social Media. Regelmäßig bekommen ich und andere Blogger Rekord-Leserzahlen für solche Artikel. Es scheint ein riesiges Interesse daran zu geben, mit was man überhaupt durchstarten könnte als digitaler Nomade. Deswegen möchte ich heute mal etwas konkreter werden, damit du ein Geschäftsmodell an die Hand bekommst, das du sofort in die Tat umsetzen kannst.

Denn zu viel Lesen von Top-Business-Listen kann dazu führen, dass man der sog. Analysis verfällt. Das führt dazu, dass man ständig analysiert, was man denn als Business machen könnte und sich nicht entscheiden kann. Mit diesem Artikel möchte ich dir ein konkretes Business an die Hand geben, das du sofort angehen kannst.

 

Ist der Job des Texters für dich geeignet?

Als Erstes musst du dir natürlich bewusst werden, ob der Job als Texter überhaupt etwas für dich ist. Am besten merkst du das, wenn du als Texter arbeitest. Doch auch im Vorfeld kannst du dir Fragen stellen. Das können Fragen sein wie:

  • Magst du es kreativ zu sein?
  • Liest du selbst gerne?
  • Kannst du für längere Zeit am PC sitzen und Dinge abarbeiten?
  • Kannst du dich an Deadlines halten?
  • Willst du dich an Regeln für gute Texte halten?
  • Kannst du schnell und flüssig in die Tasten hauen?
  • Bist du bereit, Kritik anzunehmen?
  • Gibt es Leidenschaften, über die du viel Wissen hast und gerne darüber schreibst?

Wenn du alle diese Voraussetzungen erfüllst, kannst du weiter zum nächsten Schritt gehen. Wenn nicht, suche weiter, bis du ein geeignetes Business findest!

 

So lernst du einfach & entspannt das Texten

Wie habe ich es selbst gelernt?

Um ehrlich zu sein, ich habe weder eine Schule für Texter besucht, ein Zertifikat erworben, geschweige denn irgendwas in diese Richtung studiert.

Wie war mein Weg ins Texter Business? Rückblickend hat sich alles irgendwie ergeben. Damit es sich bei dir nicht nur ergibt, sondern du straight loslegen kannst, erzähle ich dir, wie ich es gemacht habe:

Zuerst habe ich mir lehrreiche Kurse auf Udemy über Copywriting und Bloggen gekauft. Copywriting deswegen, weil man da die Mechanismen lernt, wie man Texte so schreibt, dass sich Leser immer angesprochen fühlen (rückblickend betrachte ich das als Stärke meiner Texte). Den Kurs übers Bloggen habe ich gekauft, um zu lernen, wie man vernünftig einen Blog aufbaut. Dann habe ich sofort losgelegt, meine ersten Blogartikel zu schreiben. Einfach so drauf los. Mein Gott, waren die Scheiße! Damals war es einfach nur ein Hobby. Ich habe gar nicht daran gedacht, dass das irgendwann mal meine “Bewerbungsunterlagen” sein könnten. 

Mein Rat an dich lautet deshalb: Suche dir gute Kurse, Mentoren oder spezialisierte (Fern-)Ausbildungen. 

Die Quintessenz meiner Erkenntnisse über gute Texte findest du hier:

13 Merkmale eines guten Textes

Mit diesen Tipps steht guten Texten nicht mehr im Wege. Hole dir so viel Feedback wie möglich ein. Das Feedback sollte vor allem aus deiner Zielgruppe kommen. Hier geht es nicht darum, aufwändige Kunsttexte zu schreiben, wie in der Schule gelernt. Es geht ausschließlich um eine Sache: Mag es deine Zielgruppe oder nicht. 

Und ganz wichtig: Üben, üben, üben. Du wirst sehen, du wirst immer besser mit jedem Text!

 

So gewinnst du bequem Kunden

Jetzt geht es ums Eingemachte. Denn ohne Kunden ist das Texten brotlose Kunst. Hier lohnt es sich, einen (kleinen) Blog zu betreiben. Denn Kunden mögen es, dich und deine Leistung einschätzen zu können. Wenn du noch keine Kunden hast für dein Portfolio, kannst du einfach auf deinen Blog verweisen. Das müssen keine 200 Artikel sein, hier reichen 10 bis 20 Artikel.

Idealerweise überlegst du dir vorher, über welche Themen es dir leicht fällt zu schreiben. Ich schreibe z.B. am liebsten über die Themen, die ich auch auf meinem Blog behandle. Also Reisen, Unternehmertum, Finanzen und Mindset. Aufträge wie Beauty, Haustiere oder Programmierung lehne ich konsequent ab. Hier wäre der Zeitaufwand viel zu hoch und das Ergebnis wahrscheinlich dürftig.

Erste Gehversuche kannst du zum Beispiel mit Plattformen wie z.B. Textbroker oder Content.de machen. Dort werden Textaufträge zur Verfügung gestellt und du kannst diese übernehmen. Davon wirst du allerdings nicht reich. Deswegen musst du dir besser dotierte Aufträge suchen. Hier gibt es verschiedene Strategien und Möglichkeiten: 

  • Klappere die gängigen Freelancer-Plattformen nach Aufträgen ab. Eine Übersicht über die besten Seiten findest du hier.
  • Werde Mitglied in Facebookgruppen zu Themen wie Texten, Freelancer-Jobs etc.
  • Achte aktiv auf Gesuche in Werbeanzeigen oder Social Media Posts.
  • Durchforste Jobbörsen.
  • Schaue auf Webseiten verschiedenster Unternehmen, ob sie Texter suchen.
  • Frage nach Empfehlungen.

Ich persönlich suche nach Kunden, die eine langfristige Zusammenarbeit anstreben. Sie sollten mir ein Auftragsvolumen von mindestens 1.000 € im Monat zur Verfügung stellen. Die  Vorteile einer langfristigen Zusammenarbeit sind: 

  • Du musst dich nicht ständig neu einarbeiten
  • Du kannst von deinem Kunden viel lernen (idealerweise ist er erfolgreicher Business-Owner)
  • Du kannst dich aufs Arbeiten konzentrieren und musst nicht ständig Akquise machen

Der Nachteil ist, dass du meistens nicht ganz so hohe Preise verlangen kannst, wie bei Einzelaufträgen. Dafür hast du einen planbaren Cashflow.

Hast du einen Kunden an der Angel, will er meistens einen Probeauftrag machen. Wenn du hier bestehst, ist der Rest nur noch Formsache. 

Viel Glück bei der Kundenakquise!

P.S. Wenn jemand aktiv einen Job-Texter zu vergeben hat, führt er meistens das Gespräch. Das bedeutet, du musst kein ausgeklügeltes Verkaufsgespräch machen. Sei einfach gut vorbereitet, der Rest ergibt sich dann. Das nimmt dir hoffentlich die Angst vor Verkaufsgesprächen!

 

So steigerst du dich mit Spezialisierung auf ein 5-stelliges Einkommen

Nachdem du deine ersten Gehversuche gemacht hast, wird es Zeit, dich klar zu positionieren und zu spezialisieren. Sonst wirst du ewig bei 3ct pro Wort herumkrebsen. Also müssen wir einen Weg finden, wie du mehr Geld für gleich viel/ weniger Arbeit bekommst. Wenn du jetzt denkst, du solltest ein Buch schreiben und wirst davon reich, vergiss es. Das schaffen nicht mal die meisten Spiegel-Bestseller-Autoren.

Als erstes müssen wir uns überlegen, wie die Gesetze des Marktes funktionieren.

Jobs, in denen das Eintrittslevel niedrig ist, werden schlecht bezahlt. Selbiges gilt für Jobs, die weit weg vom Umsatz sind. Was meine ich damit?

Einen Blogtext über ein Allerweltsthema kann so ziemlich jeder halbwegs begabter Texter erstellen. Einen Text über Fliegenfischen schon weniger. Eine Landingpage, die sofort zum Verkauf führt, können wenige erstellen. Eine Landingpage für Fliegenfischer-Bedarf können die allerwenigsten.

Mit dem Blogtext über das Allerweltsthema konkurriert jeder Texter mit dir. Auch wird dieser Text dem Kunden nicht viel Umsatz bringen. Er dient lediglich zur Positionierung. Mit der Landingpage für Fliegenfischer-Bedarf hast du ein hohes Eintrittslevel für das Thema und die Landingpage bringt dem Kunden direkt den Umsatz. 

Du musst dir also zwei Dinge überlegen:

  • Für welche thematische Nische willst du dich spezialisieren?
  • Für welche Art von Texten willst du dich spezialisieren?

Dadurch, dass ich jahrelang als Sales Manager gearbeitet habe und mich von Anfang an mit Verkaufspsychologie beschäftigt habe, ist mir die Spezialisierung auf das Copywriten (Werbetexten) nicht schwer gefallen. Jetzt bin ich gerade dabei, mich thematisch zu spezialisieren. So kann ich ganz andere Preise verlangen, als wenn ich ein einfacher Blogtexter bin.

Probiere dich aus, teste alles und dann spezialisiere dich! Für die Weiterbildung findest du auf Udemy hervorragende Kurse.

 

So erhöhst du deine Preise und betreust nur noch Traumkunden

Jetzt hast du dich spezialisiert und möchtest nur noch mit den Kunden zusammenarbeiten, mit denen du wirklich mit Begeisterung arbeitest? Hier hilft dir das Pareto-Prinzip (80/20-Prinzip). Dein Ziel sollte es sein, ungefähr fünf bis zehn Kunden im Portfolio zu haben. Da du nicht nur von einem Kunden abhängig bist, kannst du selbstbewusst deine Preise erhöhen. Denn du kannst jetzt sagen, dass dir jemand anderes mehr bietet. 

Jetzt kannst du überlegen, welche von diesen zehn Kunden für den meisten Umsatz und Spaß bei dir sorgen. Diese werden deine Arbeit wahrscheinlich auch am meisten schätzen. So werden sie auch eher bereit sein, dir mehr Geld zu zahlen. Den Rest, der nicht mehr zahlen möchte oder nur für Ärger sorgt, sortierst du aus. Hier werden vielleicht noch drei bis fünf Kunden übrig bleiben. Mit diesen kannst du vertrauensvoll und gut bezahlt weiterarbeiten. Den Rest kannst du an Nachwuchstexter verweisen. 

Diesen Prozess kannst du beliebig oft wiederholen. Stück für Stück wird sich deine Bezahlung und der Spaß mit den Kunden erhöhen. 

 

Ausblick – Agenturbusiness gründen?

Irgendwann lohnt es sich, größer zu denken. Je besser dein Ruf in der Branche wird, je häufiger du empfohlen wirst, desto mehr Anfragen werden auf dich einprasseln. Da du als digitaler Nomade neben dem Arbeiten höchstwahrscheinlich auch etwas erleben möchtest, ist es hier spätestens an der Zeit, zu skalieren. Das funktioniert über zwei Wege: 

  • Du verlangst astronomische Preise und nimmst nur die besten Kunden
  • Du machst den Schritt vom Selbstständigen zum Unternehmer und gründest eine Agentur

Ersteres schaffst du durch konsequentes Anwenden des Tipps aus dem vorherigen Kapitel. Für zweiteres lohnt sich das Agentur-Business. Ganz kurz erklärt:

Du bist der Kopf der Agentur und hast andere Texter angestellt oder als Freelancer an Bord. Du sorgst dafür, dass Kundenaufträge reinkommen und vergibst diese an deine Texter. Wenn du es richtig machst, kannst du sogar den Vertrieb abgeben. Dann sorgen deine Sales-Mitarbeiter für die Kundenaufträge. 

Deine Texter bezahlst du zu einem bestimmten festgelegten Tarif. Dein Gewinn entsteht aus der den Zahlungen der Kunden abzüglich deiner Kosten und Bezahlung der Texter. So kannst du dieses Modell beinahe unendlich skalieren. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

 

Fazit: Eine perfekte Einstiegsmöglichkeit und bei Spezialisierung sehr gut bezahlt

Wie du siehst, ist der Anfang gar nicht so schwer. Wie alles im Business muss man nur mit System vorgehen. Auch die immer bessere Bezahlung wirst du mit einem System Stück für Stück verlangen können. Neulich habe ich folgendes Zitat gelesen: 

“Copywriting ist eine der wichtigsten Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts” 

Gerade in Zeiten, in denen Landingpages, Thumbnails und Headlines immer wichtiger werden in einer Flut an Content, ist ein guter Texter oder gute Texterin Gold wert. Ich wünsche dir viel Erfolg auf dem Weg zum Gold-Status!

Dein Constantin

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