Meine 8 Erkenntnisse aus 4 Jahren Selbstständigkeit und was du davon lernen kannst

Seit fast 4 Jahren bin ich nun selbstständig. Mit vielen Höhen und Tiefen. Eine komplette Achterbahn der Gefühle. Mit prekären Finanzen und Herausforderungen. Viele Irrtümer und Irrwege haben meinen Weg begleitet, bis ich endlich herausgefunden habe, auf was es wirklich ankommt in der Selbstständigkeit. Ich bereue nichts, denn ohne diese Fehler wäre ich nicht in der Lage ein Leben als Digitaler Nomade zu führen. Und auf dieses Ziel habe ich unermüdlich hingearbeitet. Damit auch du deine Ziele mit deinem Business erreichst, kriegst du heute meine 8 Erkenntnisse aus dieser Zeit.

#1 Du musst verdammt hart an dir selbst arbeiten

Als ich damals angefangen habe mit dem Verkauf von Versicherungen war ich ein versoffener Student. Kaum Erfahrung mit Persönlichkeitsentwicklung, nur Blödsinn im Kopf. Doch das Mindset-Wachstum war brutal. Selbstverantwortung, das Weitermachen nach Absagen oder das Lösen von Problemen. Überall sieht Unternehmertum und Business immer so einfach aus. Doch wächst du nicht selbst, wächst auch dein Geschäft nicht. 

Deswegen kann ich dir nur empfehlen, dich so viel wie möglich und dabei zielgerichtet weiterzubilden. Das beste Investment ist immer das in dich selbst!

#2 Nein sagen können

“Komm doch zu dieser Veranstaltung!“ „Willst du bei mir mit einsteigen?“ „Willst du meine Dienstleistung für dein Business kaufen?” Tagtäglich erreichen dich (nett gemeinte) Anfragen. Und oft ist man versucht, diese anzunehmen. Denn man will ja den anderen nicht verletzen.

Doch daraus entsteht oft nur Halbgares, was keinem von beidem nützt. Deswegen funktionieren auch Kooperationen so gut wie gar nicht, weil jeder nur sein Zeug verkaufen will. Also halte dich fern von allem, was deinem Business nicht weiterhilft oder dich unter Druck setzt, etwas zu tun, was du nicht willst. Und zwar konsequent und radikal. 

#3 Fokus – The One Thing

Eng mit Nein sagen können verbunden ist der Fokus. Wie viele selbsternannte Multiunternehmer rennen draußen rum und sind in Wahrheit völlig erfolglos? Verkaufen Versicherungen, machen Network Marketing und haben schon das nächste Große Ding am Laufen. Hört sich nach außen hin vielleicht schön an. Nützt aber nichts, wenn du drei Businesses hast und alle nicht laufen. Die meisten Menschen haben nicht mal die Fähigkeit ein Business zum Laufen zu bringen und dann gibt es die Superschlauen, die gleich drei am Start haben? Allesamt Luftpumpen. Also konzentriere dich auf die EINE Sache und werde darin verdammt gut. Danach kannst du die nächste machen. Bis dahin halte es so einfach und schlank wie irgendwie möglich.

Dieses Buch wird dich weiterbringen*:

#4 Probiere dich aus, bis es wirklich passt

Shark Tank Kevin O’Leary hat mal sinngemäß gesagt: “Starte mehrere Businesses in deinen 20ern, um irgendwann das eine Business zu haben, welches durch die Decke geht.” Damit ist nicht gemeint, alle auf einmal zu starten. Sondern, dass die ersten Ideen oft nur Lehrgeld statt Erfolg zu bringen. Entgegen der Behauptungen im Internet sind Unternehmer nur durch eine Vielzahl an Fehlschlägen erfolgreich geworden. Und ja, dazu gehört auch, dass dich etwas nicht richtig begeistert. Also wirst du damit so gut wie nicht erfolgreich. Also suche, bis du es gefunden hast und dann gib Knallgas!

Eine kleine Motivation von Steve Jobs für dich:

#5 Mache etwas, das dich permanent Output produzieren lässt

Lange habe ich als Salesmanager gearbeitet. Und ich war gut. Doch nicht konstant in meiner Leistung. Doch um voranzukommen, ist es unerlässlich permanent und konstant die wichtigen Dinge zu machen. Egal wie du dich fühlst. Konstant ein Stein auf den anderen Setzen. Bis irgendwann ein Haus daraus wird.

Es muss etwas sein, was sich nicht anfühlt, als ob du permanent deine Komfortzone verlassen musst. Das heißt nicht, dass du deine Komfortzone nicht erweitern sollst. Sondern, dass dir die wichtigen, einkommensproduzierenden Aktivititäten immer leicht von der Hand gehen. Egal ob dich deine Liebe gerade verlassen hat oder du im Flow bist. So wirst du zur Maschine!

#6 Je größer das Ego, desto kleiner der Geldbeutel

Wie oft machen wir etwas, um unser Ego zu befriedigen? Um anderen zu zeigen, wie toll wir doch sind. Oder für Social Media.

Stelle dir die Frage: Würdest du dieses Business auch machen, wenn es keinen Wettbewerb und keine Beobachter gibt? Wenn ja, keep moving forward! Wenn, nein hast du das Business nur zur Befriedigung deines Egos gewählt. Doch dein Ego wird sich niemals zufriedenstellen lassen. Es wird dich immer wieder piesacken, warum du immer noch nicht den anderen Konkurrenten überflügelt hast. Deswegen lautet hier die Devise: Kill your Ego! Wie du das machst, die Lösung findest du in diesem Buch*:

#7 Arbeite prozessorientiert statt ergebnisorientiert

“In einem Jahr will ich die Million knacken” oder “Nächsten Monat mache ich 300 Calls”. So oder so ähnlich lauten Zielsetzungen, die dich permanent unter Druck setzen.

Doch eine sehr wichtige Erkenntnis für mich war, sich einfach nur auf folgendes zu konzentrieren: Jeden Tag immer den gleichen Prozess ausführen. Jeden Tag wieder dem Haus einen Stein hinzufügen. Konstant und unaufhörlich. Wenn dein einziger Fokus darauf liegt, die richtigen Dinge richtig und immer wieder zu tun, stellt sich der gewünschte Erfolg automatisch ein.

Wenn du es zu hart willst, merkt jeder, dass du bedürftig bist. Du strahlst das aus. Von jemandem, der im Mangel denkt, will niemand etwas kaufen. So kommst du immer mehr in eine Abwärtsspirale und erreichst nie deine Ziele. Das endet in Selbstgeißelung. Also definiere einmal den Prozess und führe ihn jeden Tag in einem bestimmten Zeitraum aus!

#8 Es gibt kein Risiko

Ständig wird uns eingetrichtert, dass Selbstständigkeit und Unternehmertum mit Risiko behaftet seien. Doch wer sagt so etwas überhaupt? Meistens sind es Menschen, die angestellt sind und ihre Meinung aus den Medien beziehen.

Doch stell dir mal folgende Frage: Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Richtig, du lebst eine zeitlang von Sozialhilfe, bis du dich wieder berappelt hast. Und dann startest du einfach einen neuen Anlauf. So einfach ist das. 

Ich hoffe, ich konnte dir einige Erkenntnisse vermitteln, die dich als Digitalen Nomaden, Gründer oder Gründungsinteressenten weiterbringen. Wie du siehst, geht es darum, Erkenntnisse zu gewinnen, wie etwas funktioniert und was nicht. Deswegen zögere nicht, wenn du Fragen hast, wie du etwas umsetzen oder verinnerlichen kannst. 

Umsetzungsstarke Grüße

Dein Constantin

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  • Dies ist eine wirklich gute Zusammenfassung!

    Dies schreibe ich mit einer Berufserfahrung, die als Jugendlicher 1983 in Australien begann (seitdem war ich leider nur noch per Google Streetview dort), dann als Verlagsmitarbeiter, Ausbildung als Melker sowie die letzten 28 Jahre im deutschen Steuerrecht.

    Mein persönlicher Favorit ist (mit knappem Vorsprung):
    #7 Arbeite prozessorientiert statt ergebnisorientiert

    Beste Grüße
    Joseph Gaßner

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