[Komplettguide] Wie du deine nächste Reise effizient organisierst

Da ich von einigen Lesern die Frage gestellt bekommen habe, wie man denn überhaupt einen Trip organisiert, bekommst du heute von mir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgestellt. Gehen wir mal davon aus, dass du ein typischer digitaler Nomade bist, dann sind dir wahrscheinlich folgende Dinge wichtig:

  • Co-Working-Space mit gutem Internet
  • gesundes Essen
  • Möglichkeiten für Selfcare
  • Sport & Freizeit
  • Unterkunft

In Zeiten des Internets kannst du bequem alles von zu Hause organisieren. Lass dir aber gesagt sein, dass eine Recherche vor Ort meistens günstiger ist. Wie gehst du am besten vor?

 

#1 Budgetplanung

Ich selbst setze mir immer ein Budget von ca. 1.000 € im Monat. Dank Geo-Arbitrage lässt es sich damit in Südostasien oder Südamerika fürstlich leben. 

Mein Budget ist wie folgt aufgegliedert

  • Unterkunft 250 €
  • Coworkingspace 100 €
  • Essen & Trinken 300 €
  • Sport & Freizeit 250 €
  • Unwägbarkeiten & Sonstiges 100 €

Hinzu kommen noch Flüge, die sind je nach Strecke individuell. Fliegst du von Deutschland nach Bangkok und zurück, sind das ca. 600 €. Oneway sind es 300 €. Ein Flug innerhalb Südostasiens liegt zwischen 30 € und 150 €. Kleiner Tipp: Wenn du Minimalist bist, dann reicht dir Handgepäck und du kannst noch günstiger fliegen.

Dieser Artikel bringt dich weiter:

Leben wie ein Millionär ohne Millionär zu sein – Das Geheimnis von Geo-Arbitrage

 

# 2 Suche des geeigneten Ortes mit der Nomadlist

Eine äußerst hilfreiche Quelle ist Nomadlist.com. Dort findest du all die Orte, die für digitale Nomaden interessant sind. Über verschiedene Filter wie Budget, schnelles Internet oder Klima, kannst du dir dein Traumziel suchen. Oder du lässt dich alternativ über die Topliste inspirieren. Die Nomadlist beachtet wirklich jeden noch so erdenklichen Faktor von Sicherheit über Luftqualität bis hin zu LGBTIQ-Freundlichkeit des Ortes.

Was auch sehr praktisch ist, man kann sehen, wie viele andere Nomaden gerade dort sind und sich vernetzen. Zusätzlich gibt es eine Übersicht, wo die besten Wohngegenden und Coworkingspaces zu finden sind. Alles in allem eine sehr praktische Seite diese Nomadlist.

 

#3 Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt überprüfen

Das Auswärtige Amt hat für jedes Land einen Leitfaden. Dieser hilft dir, alles zu beachten, was du zur Einreise wissen musst. Ich informiere mich meistens über folgende Themen:

  • Visumsbestimmungen
  • benötigte Dokumente
  • empfohlene Impfungen
  • Klima

Wenn du die Sicherheitshinweise für das jeweilige Land durchliest, hast du den Eindruck, dass du in ein Kriegsgebiet fährst. Das Auswärtige Amt geht hier seiner Sorgfaltspflicht nach, damit auch alles angesprochen ist, was eventuell passieren könnte. Nimm es zur Kenntnis und denke weiter darüber nach. Benutze auf Reisen einfach deinen gesunden Menschenverstand.

 

#4 Unterkunft und Coworking Space buchen

Man muss sagen, dass die Nomadlist keine eierlegende Wollmichsau ist. Häufig sollte man die Angaben nochmal per Google nachrecherchieren. Da Unterkunft und Coworking Space meistens die größten fixen Kostenblöcke sind, schaue ich nach dem Check auf Nomadlist nach den Preisen für die Mieten.

Meine bevorzugten Webseiten für die Unterkunft sind Airbnb und Hostelworld. Je nachdem wie das Angebot aussieht, entscheide ich mich für Hostel oder ein Airbnb. Oder ich buche für die ersten paar Tage ein Hostel und schaue mich vor Ort nach Möglichkeiten um. Oft gibt es auch alternative Webseiten wie z.B. FazWaz für Thailand oder Facebookgruppen wie „Chiang Mai Rental Properties Under 10,000 Per Month„.

Nach Coworking Spaces schaue ich meistens per Google Suche, da Seiten wie Coworker.com meistens zu teuer sind. Oft gibt es den Coworking Space auch gleichzeitig mit Unterkunft, genannt Coliving. Wenn die Coworkingspaces ohne Unterkunft sind, schaue ich auf Google Maps, wie weit sie von der potenziellen Unterkunft entfernt sind und entscheide dann über Preis und Entfernung.

Insgesamt kann man sagen, dass du dich hier einfach mal austoben kannst. Ich bin mir sicher, dass du am Ende die beste Lösung findest.

 

#5 Flug buchen

Auch das Buchen des Fluges ist eine Wissenschaft für sich. Hier nutze ich entweder Swoodoo oder Skyscanner. Meistens bevorzuge ich Skyscanner, weil man dort einen beliebigen Monat als Reisedatum angeben kann. Skyscanner gibt dir dann eine Übersicht über die jeweils günstigsten Tage.

Swoodoo hat den Vorteil, dass es zusätzlich zum angegebenen Flughafen nach anderen Flughafen im Umkreis sucht. Doch kleiner Tipp: Die Flüge ab Frankfurt am Main sind meistens die günstigsten. Auch solltest du schauen, ob es auch einen Flug direkt in die Stadt oder Umgebung gibt, in die du willst. Ich habe öfters den Fehler gemacht, dass ich z.B. Bangkok als Zielflughafen gebucht habe und musste dann stundenlang mit dem Bus in die jeweilige Stadt gurken. 

 

#6 Transport innerhalb des Landes 

Solltest du dich innerhalb eines Landes bewegen wollen, stehen dir meistens alle Verkehrsmittel offen. Oft gibt es sog. Travel Agencies vor Ort, wo du alles nach deinen Wünschen buchen kannst. Wenn du bequem online buchen möchtest, empfiehlt sich für Asien 12go.asia. Ähnlich wie FromAtoB in Deutschland steht dir hier eine Auswahl aller möglichen Verkehrsmittel zur Verfügung. Oft gibt es auch günstige Stornierungsmöglichkeiten.

Möchtest du einen Fahrdienst nutzen, empfehlen sich Uber oder Grab. Grab ist eine richtig feine Sache. Du hast ein offizielles Taxi, bei dem du den Preis kennst. So gerätst du nicht an shady Abzocker-Taxis. Und als besonderes Gimmick kannst du sogar Essenslieferungen über Grab bestellen.

Möchtest du dir einen Roller ausleihen, dann stehen dir hier auch wieder verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Meistens geht das nur vor Ort bei einem lokalen Rollerservice. In manchen Ländern wie Thailand wird als Pfand dein Reisepass einbehalten. Das kann beim kleinsten Kratzer allerdings in ein mächtiges Geschrei ausarten. Denn die Rollervermieter wollen dann unverschämte Summen für den Schaden. Wenn du die Möglichkeit hast, einen zweiten Reisepass zu organisieren, dann mach das unbedingt. Wenn du länger im Land bist, überlege dir einen Roller zu kaufen. In einigen Ländern wirst du neben den lokalen Händlern bei Craigslist fündig.

In Bali kannst du sogar direkt am Flughafen deinen Roller mieten und nach deinem Aufenthalt zurückgeben.

 

# 7 Unterwegs Geld organisieren

Die einfachste Möglichkeit ist die Kreditkarte. In jedem Land, in dem ich bisher war, stand an jeder Ecke ein Geldautomat, international auch ATM genannt. Doch Geldabheben ist meistens nicht ganz billig. Oft verlangt die einheimische Bank Wechselgebühren und die Kreditkartenfirma will auch noch ihren Anteil. Die Kosten der einheimischen Bank lassen sich nicht umgehen. Die Kreditkartenkosten kannst du mit Anbietern wie DKB oder N26 auf 0 € reduzieren. Nimm am besten auch immer mehrere Karten mit. Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung!

Sollte deine Kreditkarte nicht funktionieren oder sie ist dir abhandengekommen, gibt es Geldtransferservices wie Western Union oder Moneygram. Hier kannst du dir online selbst Geld senden. Anschließend kannst du es in einer Filiale deiner Wahl Bar abholen. Achte darauf, deinen vollständigen Namen im Pass anzugeben, sonst wird dir das Geld nicht ausgehändigt.

Dieses Video bringt dich weiter:

#8 Freizeitgestaltung planen

Auch hier empfiehlt sich das Aufsuchen der Travel Agencies vor Ort. Dort wird dir meistens ein buntes Angebot präsentiert. Für Ausflüge empfiehlen sich Getyourguide oder Tripadvisor. Ansonsten kannst du auf Google oder Facebook suchen. Wenn du dir ein Retreat gönnen willst, schau doch mal auf bookretreat.com vorbei

 

#9 Packen

Hast du alles geplant? Dann kannst du voller Vorfreude packen. Damit du dabei auch nichts vergisst, schau doch mal in meine Packliste:

Die beste Packliste für Digitale Nomaden

Ich hoffe, du bist mit diesem Guide gerüstet und kannst die Welt entdecken. Welcher Service, Website oder Dienstleister fehlt deiner Meinung nach noch? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Wenn du noch einen Arschtritt brauchst, hilft dir dieser Artikel garantiert weiter:

Gegengift für deine Ausreden, warum du angeblich nicht als digitaler Nomade durchstarten kannst

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