Sei dein eigener Chef – So einfach machst du dich selbstständig

Du hast keine Lust mehr, Lohnsklave zu sein? Die Anweisungen deines mürrischen Chefs zu befolgen? Zettel von A nach B schieben, um so zu tun, als ob du etwas Sinnvolles machst? Gar deine wertvolle Lebenszeit gegen Geld zu tauschen? 

Die Liste mit Argumenten gegen das Angestelltendasein könnte ich ewig weiterführen. Wenn es dir genauso wie mir geht, ist es an der Zeit etwas ändern!

Wenn du glücklich mit deinem Job bist und dir das Angestelltentum liegt, dann herzlichen Glückwunsch!

Wenn nicht, dann ist jetzt Schluss mit Hamsterrad! Nicht mehr morgens in der U-Bahn zu den sauren Gesichtern gehören. Lieber an den schönsten Orten der Welt arbeiten, am besten mit Kokosnuss am Strand. Geht nicht, sagst du? Ich zeige dir, wie du genau das erreichst mit deiner eigenen Selbstständigkeit!

 

Diese Voraussetzungen musst du mitbringen

Dass du keine Lust mehr auf Angstelltendasein hast, haben wir bereits festgestellt. Doch bist du überhaupt für die Selbstständigkeit geeignet?

Stelle dir folgende Fragen: 

  • Bin ich bereit, mich permanent weiterzuentwickeln?
  • Bin ich bereit, auch mal 60 oder 80 Stunden pro Woche zu ackern?
  • Kann ich mich selbst organisieren?
  • Bin ich mir meiner Stärken und Schwächen bewusst und setze sie dementsprechend ein?
  • Bin ich dafür gemacht, Widerstände niederzuwalzen?
  • Halte ich auch längere Durstrecken mental und finanziell durch?
  • Bin ich bereit, mich von Menschen zu trennen, die mich runterziehen und nur Scheiße labern?
  • Bin ich bereit, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und für ALLES die Verantwortung zu übernehmen?

Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten kannst, dann Go! Wenn du bei ein paar Fragen Zweifel hast, frage dich, warum du diese hast und wie du sie beheben kannst.

 

Nebenbei oder Fulltime?

Ein Einwand, der viele umtreibt, wenn sie sich selbstständig machen wollen, ist die Angst vor fehlenden Einnahmen. Und ja, das kann passieren. Hier hast du drei Möglichkeiten.

  1. Du machst dich neben der Arbeit als Angestellter selbstständig. Sei dir bewusst, dass das viele Stunden nach der Arbeit und am Wochenende bedeutet. Das Gute an der Selbstständigkeit ist, dass sich diese Arbeit meistens wie Freizeit anfühlt und du gar nicht merkst, dass du lange arbeitest. Nur wenn du Familie hast, wird sie es merken. Sobald du in deiner Selbstständigkeit mehr verdienst, als in deinem Hauptjob, kannst du kündigen.
  2. Die zweite Möglichkeit ist, mit genügend Rücklagen zu starten. Wie viel Geld brauchst du, um ein bis zwei Jahre überleben zu können? Wenn du eine Summe hast, mit der du dich sicher fühlst, kündige und lege fulltime los.
  3. Die nervenaufreibendste Möglichkeit: diese habe ich damals als Student gewagt. Und zwar alles auf eine Karte zu setzen, ohne Rücklagen zu haben. Wenn du nichts zu verlieren hast, kann dich die Angst, nichts zu verdienen, beflügeln. Empfehlen würde ich es dir nicht.

 

Willst du Unternehmer oder Freelancer werden?

Willst du ein Unternehmen gründen oder Freelancer werden? Beides hat seine Vor-und Nachteile. Wie diese aussehen, kannst du in diesem Artikel nachlesen:

3 Möglichkeiten, wie du als digitaler Nomade Geld verdienen kannst

 

Finde eine Geschäftsidee, die zu dir passt

Früher dachte ich immer, ich bräuchte eine besondere Idee, mit der ich mich selbstständig machen könnte. Aber irgendwie fiel mir nichts ein. Das geht den meisten Menschen so. Doch wer sagt, dass du das Rad neu erfinden musst? Die Nachfrage nach selbstständigen Programmierern, Versicherungsmaklern oder nach Verkäufern auf Amazon ist riesig.

Du brauchst am Anfang nicht die perfekte Geschäftsidee, die wird auf deinem Weg kommen. Schau lieber nach Geschäftsmodellen, die deinen Interessen, Stärken und deinem Bauchgefühl liegen. Schnuppere ruhig in einige Geschäftsmodelle rein, connecte dich mit anderen und frage sie, wie sie es gemacht haben. Überall tummeln sich Selbstständige und Unternehmer, sei es auf LinkedIn, Facebookgruppen oder Meetups. Lade sie auf einen Kaffee ein und frage sie, wie sie es gemacht haben. 

Hast du ein passendes Geschäftsmodell gefunden, frage dich welche Probleme deine Kunden haben und wie du diese lösen kannst. 

Wenn du Inspiration brauchst, empfehle ich dir diesen Artikel:

33 interessante Jobs für Digitale Nomaden – Jetzt durchstarten!

Mentor, Coach oder Coaching finden

Alles ist einfacher, wenn man jemanden hat, der einem zur Seite steht. Jemand, der schon an dem Punkt ist, an dem man sein möchte. Ich selbst hatte und habe immer Menschen, die mir weiterhelfen und mich voranbringen. Zusätzlich habe ich tausende Euro für Weiterbildungen ausgegeben. Wenn ich eine neue Sache lernen muss, nutze ich oft Udemy. Dort kannst du günstig hochwertige Kurse für 10 bis 15 € zu jedem Thema kaufen. Schon während ich den Kurs durcharbeite, fange ich damit an, die Dinge umzusetzen. 

Wie kannst du einen Mentor finden? 

Es gibt unzählige Coaches, die du bezahlen kannst, damit sie dein Mentor sind. Hier ist es natürlich wichtig, dass du die Spreu vom Weizen trennst. Hat derjenige validen Content im Internet? Kennst du vielleicht persönlich ein paar Teilnehmer? Hast du ein gutes Bauchgefühl? Buche nicht gleich beim erstbesten Mentor, sondern schaue dir mehrere Programme an. 

Natürlich kann es auch sein, dass es erfolgreiche Menschen gibt, die dich pushen wollen. Diese sind aber nicht so einfach zu finden. Lass die Suche nach solch einem Menschen nicht zur Ausrede werden, dass du nicht starten kannst. Wie du einen hochwertigen Mentor findest, zeigt dir Bodo Schäfer in diesem Video

 

Gewerbe anmelden

Die Gewerbeanmeldung ist eigentlich ein recht unkomplizierter Akt. Du gehst aufs Gewerbeamt und füllst ein Formular aus. Für den Anfang reicht ein Kleingewerbe. Es ist einfacher, als einen neuen Pass zu beantragen.

Wenn mehr Kapital hast und direkt krass durchstarten möchtest, kannst du auch eine Kapitalgesellschaft gründen. Wie genau das geht, zeigt dir dieses Video

 

Schlampiger Erfolg ist besser als perfektes Scheitern

Ich muss noch diesen Kurs machen und dieses Buch lesen, bevor ich mich selbstständig machen kann. Wie oft höre ich diese Bullshit-Ausrede. Das ist dein Angestelltenmindset, das noch mitschwingt. Wahrscheinlich hast du noch Angst, dass der Chef dir einen auf den Deckel gibt, wenn du nicht perfekt ablieferst. Lass mir dich zwei Situationen vergleichen:

 

Sören-Bruno will sich als Coach selbstständig machen. Jedes Buch hat er sich bestellt, das er auf Amazon zum Thema „Coach werden“ gefunden hat. Er kann dir herunterbeten, wie genau man sich selbstständig macht, welche Hürden es zu beachten gibt und was das Beste für die Kunden ist. Er hat sich für teures Geld ein schickes Logo designen lassen. Die aufwändige Website wird auch in drei Monaten fertig sein. Dann kann er endlich loslegen mit der Kundenakquise. Er fühlt sich noch nicht perfekt vorbereitet, deshalb bucht er gleich drei Seminare zum Thema Verkaufen. Dort trifft er auf andere Seminar-Hopper, die über alles Bescheid wissen, aber selbst noch Angestellte sind. So gehen Monate ins Land und der perfekte Zeitpunkt für den Start ist in seinen Augen noch nicht gekommen. Denn er braucht ja noch schicke Fotos für seine Website. Aber dann…

 

Bruno-Sören will sich als Coach selbstständig machen. Er sucht sich einen Mentor, der nachweislich schon mehrere Millionen verdient hat. Gemeinsam erarbeiten sie eine grundsätzliche Strategie und einen Plan mit den Steps, die er gehen muss. Er hat gelernt, dass er die einkommensproduzierenden Tätigkeiten zuerst machen muss, bevor er an seinem Business feilt. Also zieht er los und spricht Leute an und erzählt ihnen von seiner Idee. Den ersten Kunden gewinnt er nach einer Woche. Sie haben einen Deal, dass er gute Rezensionen bekommt und er ihm im Gegenzug einen günstigen Preis macht. Er stellt dem Kunden viele Fragen und entwickelt daraufhin ein maßgeschneidertes Programm für ihn. Er merkt, dass bei weitem noch nicht alles gut gelaufen ist, aber der Kunde ist zufrieden. So entwickelt er beständig sein Coachingprogramm und gewinnt fleißig neue Kunden. Irgendwann lässt er auch endlich die Webseite machen. 

Nach einem Jahr treffen sich Bruno-Sören und Sören-Bruno auf einem Seminar. Sören-Bruno erzählt immer noch von seinen Plänen, Bruno-Sören hat die ersten 30 zufriedenen Kunden gewonnen und geht stark auf die 100.000 € zu.

Die Perfektionsillusion lässt viele Menschen gar nicht erst anfangen. Das Paradoxe dabei ist, wenn sie perfekt vorbereitet starten würden, dann würden sie wieder vor unvorhergesehenen Hürden stehen. Das lässt sie dann genauso unperfekt dastehen, wie jemand der loslegt und nicht alles gleich perfekt macht.

Also nimm den Stock aus dem Arsch und leg los!

 

Gewinne deine ersten Kunden

Jetzt ist er gekommen, der große Moment. Du musst deine ersten Kunden gewinnen. Da du ja bei der Wahl des Geschäftsmodells überlegt hast, welche Probleme von welchen Menschen du löst, weißt du auch wer deine Zielgruppe ist. Jetzt solltest du einmal alle deine Kontakte durchgehen und überlegen, wer das Problem hat, welches du löst. Ich bin sicher, da wird es einige geben. Bist du vielleicht als Programmierer selbstständig? Dann überlege dir, wer in deinem Umfeld Programmierer gebrauchen kann? Kennst du Menschen mit einer Softwareagentur, die händeringend Freelancer suchen? Triff dich mit ihnen und stelle ihnen die Vorteile dar, die sie von einer Zusammenarbeit mit dir haben.

Falls das Potenzial in deinem Bekanntenkreis zu klein ist, gehe zu Veranstaltungen, wo sich die potenziellen Kunden herumtreiben. Suche auf LinkedIn oder Xing nach ihnen. Entwickle ehrliches Interesse an ihren Herausforderungen und gehe ihnen nicht auf den Sack. Nach und Nach werden dich immer mehr Menschen empfehlen oder selbst weitere Produkte und Dienstleistungen bei dir kaufen.

 

Fazit: Alles gar nicht so schwer, wenn man einmal angefangen hat

Wie du siehst, ist das Selbstständig Machen gar nicht so schwer. Das Schwierige ist eigentlich nur, sich für ein Geschäftsmodell zu entscheiden, loszulegen und am Ball zu bleiben. Ich garantiere dir, dass du als Selbstständiger wachsen wirst, wie du es noch nie zuvor gekannt hast. Du wirst mehr lernen, als in der Schule, Studium und deinem Berufsleben zusammen. Jeden Tag warten auf dich spannende Herausforderungen, die dich stärker machen. Und wenn du von deiner Selbstständigkeit leben kannst, dann ab ins digitale Nomadentum mit dir!

Welche Ängste hast du, die dich von der Selbstständigkeit abhalten? Welche Fragen hast du noch? Schreib sie mir gerne in die Kommentare!

 

Dein Constantin

 

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