Warum willst du eigentlich digitaler Nomade werden?

Warum willst du eigentlich digitaler Nomade werden? Eine Frage, die ich öfters gestellt bekomme. Was in aller Welt motiviert uns, den sicheren Arbeitsplatz, Sozialversicherung, den hohen Lebensstandard und unser Umfeld zu verlassen? Da muss man doch verrückt sein? 

Doch da ist meine Gegenfrage: Ist es nicht verrückt, in einem todeslangweiligen Job sein Leben zu verschwenden und sich bis zum Burnout aufzureiben? Sicher, für den einen oder anderen mag dies die Erfüllung sein. Für dich und mich sicher nicht. Sonst würde ich nicht diesen Blog schreiben und du ihn nicht lesen.

Doch kann es vielleicht auch eine Flucht vor uns selbst sein? Wie findest du raus, ob du den Schritt ins Nomadentum aus innerstem Antrieb oder aus Flucht vor dir selbst machst? Finden wir es heraus!

Warum wollte ich digitaler Nomade werden?

Ich habe mir diese Frage lange nicht gestellt, denn ich war alleine von der Sehnsucht nach fernen Orten getrieben. Am Anfang hatte ich das Thema Digitales Nomadentum gar nicht auf dem Schirm. Lange habe ich nur den Traum gehabt, exotische Länder zu bereisen. Irgendwie war es mir in den angestammten Lebensmittelpunkten immer zu langweilig. Reisen waren immer die Highlights des Jahres. Nirgends konnte ich so viel erleben und glücklich sein. Doch ein Leben mit nur 30 glücklichen Tagen im Jahr klang irgendwie sehr trist und fade.

Also hat mich mein Unterbewusstsein zu den richtigen Fragen und Möglichkeiten getrieben. Irgendwann bin ich dann auf das Thema Digitales Nomadentum gestoßen. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann und wie. Aber es hat sich eingebrannt. So stark, dass ich alles aus dem Weg geräumt habe wie ein Bulldozer. Schulden, ungesunde Beziehungen und Beschäftigungsverhältnisse. 

Die Sehnsucht nach fremden Orten hat mich also angetrieben. Was war es noch?

  • Freiheit ist mein wichtigster Wert, dem ich alles unterordne. Nur das digitale Nomadentum garantiert mir ein Leben in Freiheit.
  • Ich kann nach der Flaggentheorie leben: Für jeden Lebensbereich kann ich mir das Land suchen, in dem ich am besten behandelt werde.
  • Ich bin frei von staatlicher Bürokratie, Bevormundung und Vorschriften.
  • Ich entscheide selbst, wem ich mein Geld gebe und muss es nicht für unsinnige Steuern abgeben.
  • Ich nehme mein Leben selbst in die Hand und lasse mich nicht durch explodierende Rentensysteme „retten“.
  • Ich lerne die spannendsten Leute kennen.
  • Ich führe ein Leben, über das ich zahlreiche Bücher schreiben und Fotoausstellungen machen könnte.
  • Mein interkulturelles und ökologisches Bewusstsein wird geschärft.
  • Kein Chef bevormundet mich.
  • Ich suche mir meinen Arbeitsplatz selbst aus und vermeide schlechtes, kaltes Wetter.
  • Meine Ausgaben sind auf ein Minimum reduziert durch Geo-Arbitrage und Minimalismus.

 

Ich könnte hier wahrscheinlich hunderte Vorteile aufzählen, das würde aber den Rahmen sprengen. Dazu bleibt mir nur eins zu sagen: Ein Sonnenuntergang in Thailand ist meiner Meinung nach schon Argument genug, digitaler Nomade zu werden!

 

Was sind deine Motivatoren?

Was treibt dich an? Ist es der langweilige Job, aus dem du raus möchtest? Ist es die Sehnsucht nach fremden Kulturen? Ist es das Wetter in der kalten Jahreszeit?

Es mögen verschiedenste Gründe sein, die dich antreiben. Nimm dir ruhig mal ein wenig Zeit, herauszufinden, was in dir das Feuer entfacht. Und auch, was die Flamme in dir erlischt. Dazu kannst du einfach ein Blatt Papier nehmen und alles aufschreiben, was du magst. Was meistens noch bessere Ergebnisse erzeugt, ist das Aufschreiben der Dinge, die du nicht magst. So hast du konkrete Aktivitäten, die du machen kannst und was du zukünftig vermeidest.

 

Finde deine wahren Werte

Weißt du was der Vorteil ist, wenn du deine Werte kennst? Du fängst an nach diesen zu leben. Das zieht die Menschen in dein Leben, mit denen du dich umgeben willst. Und noch besser: Es vergrault die Menschen, die du aus deinem Leben heraushalten willst. Ist einer deiner Top-Werte z.B. Freiheit, wirst du wahrscheinlich eher mit Abenteurern in Kontakt kommen, als mit schnarchigen Verwaltungsbeamten. So wirst du zum Designer deines Lebens. 

Wie kannst du deine Werte finden? Gib dazu einfach den Begriff „Werteliste“ in Google ein. Drucke dir eine dieser Listen aus. Nimm dir einen Stift und kreuze jeden Wert an, der dir zusagt. Dann suchst du dir die 20 Top-Werte raus. Danach die Top 10 und zum Schluss deine Top 5. Herzlichen Glückwunsch, du hast deine wichtigsten Werte gefunden. Schreib sie dir in dein Journal, dein Visionboard oder dein Smartphone. 

 

Liebe.Freiheit.Abenteuer – meine Top 3

 

Was hilft noch, deiner Wahrheit näherzukommen?

  • 16personalities Test: Hier wirst du den Stärken und Schwächen deiner Persönlichkeit sehr genau bewusst.
  • Reiss Test: Dieser Test analysiert, was genau deine (An-)Triebe sind.
  • Visionboard: Schreibe deine Ziele auf und klebe Bilder dazu.
  • Ikigai: Ein hervorragendes Tool, um den Sinn deines Lebens zu finden. Einen Artikel dazu hier:

IKIGAI – So findest du garantiert deinen Lebenssinn

 

ACHTUNG: Ist es eine Flucht vor dir selbst?

Ich muss zugeben, teilweise war es auch ein wenig die Flucht vor mir selbst. Wie vielen Menschen fiel es mir schwer, alleine mit mir selbst zu sein. Deswegen habe ich viel Ablenkung im Außen gesucht. Party, Anerkennung im Job, Frauengeschichten. All das habe ich mir natürlich auch in besonderer Häufung im Nomadenleben erwartet. 

Doch bedenke eins: Du nimmst dich immer selbst mit auf die Reise. Du kannst dich nicht einfach wie einen Rucksack daheim lassen.

Deswegen ist es wichtig herauszufinden, was in deinem Inneren herumspukt. Ich habe für mich festgestellt, dass über Glück und Unglück meine Routinen entscheiden. Denn anfangs habe ich mein Leben einfach im selben Stil wie in Deutschland weitergelebt. Also z.B. gearbeitet ohne Pause, kaum Bewegung oder keine Meditation. Mittlerweile lebe ich nach dem Motto:

Glück ist Routine und Routine ist Glück.

 

Was bedeutet das? 

Alles in dieser Welt hat eine Ursache und eine Wirkung. Frisst du nur Burger und Pizza wirst du fett. Bist du fett, hast du wenig Antrieb und fühlst dich wenig selbstbewusst. Hast du wenig Antrieb und wenig Selbstbewusstsein fühlst du dich unglücklich. Fühlst du dich antriebslos, unselbstbewusst und unglücklich, stellt sich die Frage: Wer will mit solch einem Haufen Elend überhaupt etwas zu tun haben? Sicher keine glücklichen Menschen, sondern eher andere Stinkstiefel, die dich nur noch weiter runterziehen. 

Es ist also essenziell, am besten schon vor der Abreise, Glücksroutinen zu etablieren. Als Anregung kannst du dir meine Routinen nehmen:

  •  regelmäßige Meditation
  • Smoothie-Pausen
  • Affirmationen
  • Spaziergänge
  • Strecken & Dehnen
  • etc.

Das führt dazu, dass du ausgeglichener, glücklicher und selbstbewusster wirst. So werden andere glückliche, positive Menschen in dein Leben treten. Du wirst andere inspirieren. Deine Kunden werden viel lieber bei dir kaufen.

Und ja ich gebe es zu: In schönen Ländern fallen mir die Routinen deutlich einfacher.

 

Fazit: Wenn du deinen Antrieb kennst, kannst du Grenzen sprengen

Arnold Schwarzenegger sagt dazu:

If you have no goal, you are drifting around and you never gonna end up anywhere.

Sei dir deiner selbst bewusst und du wirst Berge versetzen. Denn nur wer weiß, was er will, wird auch das bekommen, was er will. Ursache und Wirkung. So einfach ist das. Bedenke also stets im Hinterkopf, welche Wirkung deine Tätigkeit gerade haben wird. Jetzt und in Zukunft.

Übrigens: Das Lesen meines Blogs hat als Wirkung, dass du bald als Nomade durchstartest 🙂

Viele Grüße

Dein Constantin

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