Warum ein Rassist die Welt bereisen sollte

Ein Rassist soll in die Welt hinausgehen auf die Gefahr hin, dass er seine widerwärtigen Ansichten verbreitet? Vielleicht denkst du jetzt, dass ich nicht mehr alle Latten am Zaun habe. Aber lass es mich erklären: Ein Rassist ist ein Mensch, der Vorurteile über Menschen hat, mit denen er meistens nichts zu tun hat. Warum sollte er auch, ein Mensch sucht sich immer andere Menschen mit denen er klarkommt. Ein Rassist lebt also in der Blase seines jämmerlichen Lebens.

Seine lächerlichen Vorurteile über andere Menschen sind im Grunde auch nur ein Schrei nach Liebe und Aufmerksamkeit. Durch seinen ewigen Hass versucht er die Leere in sich mit der Erhöhung über andere zu füllen. Doch das ist in diesem Moment vielleicht der einfachere Weg. Aber sicher nicht die Lösung.

Die Lösung ist ein fundamentaler Perspektivenwechsel und Mindsetshift. Und den bekommt er nicht in seiner Bude daheim mit Netflix und Bier. Die Lösung bekommt er auch nicht bei radikalen Parteien. Er muss aus seiner Komfortzone raus und merken, dass die Welt ein wunderbarer Ort mit noch wunderbareren Menschen ist. Mit Komfortzone verlassen sind nicht zwei Wochen in einem Resort in Ägypten gemeint. Er muss sich schon auf die Kultur und die Einheimischen einlassen. Welche positiven Effekte hat das Reisen also für ihn? 

Er lernt, das Verhalten von anderen Kulturen zu verstehen

Einer meiner unbezahlbaren Momente meines Lebens war, als ich in Bali mit einem Balinesen Angeln war. Durch die intensiven Gespräche habe ich so viel über seine Denkweise und Traditionen erfahren. Und konnte damit seine Kultur deutlich besser verstehen. Es reicht ein Bier und sich auf den anderen Menschen einzulassen. Nach einem solchen Gespräch würde es beim Rassisten ganz schön im Kopf rattern, da verwette ich meinen Arsch drauf.

Er lernt Hilfsbereitschaft sowie Gastfreundschaft kennen

Er wird sich wundern, wie freundlich und zuvorkommend Menschen in fremden Ländern zu ihm sein werden. Er wird zum Essen eingeladen werden. Er wird zum Trinken eingeladen werden. Und ihm wird das Land gezeigt werden. Wenn er sich danach nicht schuldig fühlt und überlegt, warum er all die Jahre solchen Schwachsinn geglaubt hat, dann weiß ich auch nicht.

Er lernt die Probleme der Menschen kennen

Jedes Volk hat seine individuellen Probleme. Sei es extreme Armut, Umweltzerstörung oder die Korruption im Land. Wenn er die Welt erkundet, wird er verstehen, warum Menschen manchmal handeln wie sie handeln. Und sich nicht über die Probleme der armen Menschen lustig machen, so wie er es sonst immer getan hat.

Er lernt ein positives Mindset kennen

Er wird auf Menschen treffen, die so gut wie nichts besitzen und trotzdem glücklicher sind als er. Zudem wird er von Traumstränden, Sonne und Meer umgeben sein. Kann man an solchen Orten schlecht gelaunt oder rassistisch sein? Wer das trotzdem schafft, dem ist wirklich nicht zu helfen.

An alle Rassisten:

Es ist nie zu spät, umzudenken. Stellt euch die Frage: Wollt ihr euer Leben in Bitterkeit, Hass und schlechter Gesellschaft verbringen? Oder wollt ihr ein Leben in Heiterkeit, mit guten Freundschaften und tollen Erlebnissen verbringen?

Rassist zu sein ist eine Entscheidung. Der Welt mit offenen Armen zu begegnen ist auch eine Entscheidung. Welche Entscheidung wählt ihr?

P.S.: Der Film Gran Torino mit Clint Eastwood kann schonmal einen Denkanstoß geben!

Mit freundlichen Grüßen

Constantin

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