Wie ich zum digitalen Nomaden wurde – Meine Story

Vielen Dank, dass du meinen Blog so fleißig liest! Vielleicht aus einem ganz besonderen Grund. Sei es, weil du Angst hast, in einem miefigen Büro zu verschimmeln. Oder vielleicht, weil du das Gefühl hast, dein Leben zu verpassen, wenn du nicht bald losziehst.

Wahrscheinlich steckst du voller Abenteuerlust, willst die Welt entdecken und brauchst jetzt nur noch jemanden, der dich an die Hand nimmt, um loszulegen. Lass mich derjenige sein, der dich zu einem Leben nach deinen Maßstäben führt. Ein Leben, in dem du auf wunderschönen Inseln leben und arbeiten kannst. Ein Leben, in dem du fremde Kulturen kennenlernen kannst, ohne vorher deinen Chef um Urlaub bitten zu müssen. Schlicht und ergreifend: Ein Leben in Freiheit, das du in deinem eigenen Tempo und nach deinen eigenen Maßstäben leben kannst!

Was qualifiziert mich, dir zu zeigen, wie du zu diesem Leben kommst?

Ganz einfach: Ich war in derselben Situation wie du. Ich habe Hürden genommen, die andere schon längst aufgeben lassen hätten. Doch jeder Rückschlag brachte mir neue Erkenntnisse, neue Erweiterungen meines Mindsets. Egal ob du noch am Anfang stehst oder schon etwas mehr über die digitale Nomaden-Szene weißt, ich werde dir auf meinem Blog eine Komplettanleitung geben, damit du endlich als digitaler Nomade durchstarten kannst! 

 

Wie sah mein Weg bisher aus?

Geboren wurde ich 1992 in einer kleinen Kurstadt in Unterfranken. Schon als kleines Kind beschäftigte ich mich mit Abenteuerromanen wie z.B. von Karl May. Ich wollte immer möglichst schnell erwachsen werden, damit ich endlich auch die Welt entdecken konnte.

Ich wurde 18 und war frei. Und was machte ich? Nichts. Ich hatte einfach keinen Plan, was ich machen sollte. Die Schule hatte mich aufs Abitur vorbereitet, mir jedoch nicht gezeigt, wie ich ein selbstverantwortliches Leben nach eigenen Maßstäben führen konnte. Und was macht jemand, der nicht weiß, was er machen soll? Er studiert das, was er schon kennt: Lehramt.

Wie passt das zusammen? Ein Mensch mit riesigem Freiheitsdrang und Beamtentum? Ich weiß auch nicht, was da in mich gefahren ist. Jedoch merkte ich relativ schnell, dass das Humbug ist. Also habe ich überlegt, was ich sonst machen könnte. Ich wollte ja eigentlich immer Selfmade-Man werden. Da passt doch ein Studium der Wirtschaftswissenschaften optimal. Dachte ich zumindest.

Zusätzlich zu meinem riesigen Ego kaufte ich mir ein Auto, das genug Platz für ebendieses Ego hatte: Einen 5er BMW. Um diesen unterhalten zu können, brauchte ich natürlich einen Nebenjob. Also habe ich als Pizzafahrer gearbeitet. Dieser Job hat mir so viel Spaß gemacht (ja wirklich!), dass ich bald eher Vollzeit-Pizzafahrer statt Vollzeit-Student war.

Und was macht man, wenn man dort mit vielen anderen jungen Studenten zusammenarbeitet? Man geht nach der Schicht saufen. Ich war ein feierwütiger, ständig saufender Pizzafahrer mit einem dicken 5er BMW. Immer mehr reifte in mir die Erkenntnis, wie sinnfrei mein Leben eigentlich ist. Diese Erkenntnis versuchte ich mit noch mehr Party und einem 7er BMW zu betäuben.

Doch irgendwann lernte ich beim Pizzafahren einen irren Kollegen kennen (er war wirklich komplett gestört). Dieser erzählte mir, dass er in den Semesterferien immer die Welt erkundet. Ich solle doch mal nach Südostasien. Meine Angst war jedoch, dass mir das Alleinreisen nicht taugt. Nachdem ich mich endlich überwunden hatte, buchte ich mir Tickets nach Thailand. Und siehe da: der einzige Tag, an dem ich alleine war, das war der erste Tag in Bangkok. Die anderen Tage waren die bis dahin besten drei Wochen meines Lebens. Ich hatte geschafft, was ich mich früher nicht getraut hatte, nämlich alleine die Welt zu erkunden. Rückblickend betrachte ich dieses Erlebnis als Lebens- und Mindsetchanger.

Relativ zeitnah wurde mein Leben dann auf eine weitere Ebene gehoben. Ich lernte einen 2,06 m großen Hünen kennen. Er war gerade dabei, einen Finanzvertrieb aufzubauen. Schnell merkte ich, dass ich gut im Verkaufen war und selbst über mein Einkommen bestimmen konnte. Für diesen Anschubser in die Selbstständigkeit bin ich ihm heute noch zu tiefem Dank verpflichtet. Ich baute mir ein immer größeres Team auf, das in der Spitze 17 Mann groß war. Mein Ego wurde so groß wie mein Team.

Doch irgendwann brach alles zusammen. Als feiner Anzugträger war ich mir jedoch zu schade, einen Nebenjob zu suchen. So kam ich finanziell richtig ins Straucheln. Bis ich eines Tages ohne Strom und Licht in meiner Wohnung saß. Coole Urlaube konnte ich mir schon lange nicht mehr leisten. Zeit etwas zu ändern, dachte ich.

Da kam das Angebot genau richtig, als ein angeblicher Multimillionär an mich herantrat und mich als den Vertriebschef seiner neuen Firma engagieren wollte. Trotz negativem Bauchgefühl sagte ich ihm zu, auch weil er mir ein gutes Fixgehalt versprach (was ich natürlich nie sah). Relativ schnell stellte sich heraus, dass ich einem Betrüger und Hochstapler aufgesessen war. Ich war praktisch vom Regen in die Traufe geraten.

Nun war die Entscheidung – Ego oder Geld verdienen zum Überleben nicht mehr so schwer. Also ging ich den für mich bis dato unmöglich gehaltenen Weg in das Angestelltentum. In einem netten Team war ich Sales Manager und die finanzielle Situation beruhigte sich allmählich wieder.

Doch eines vermisste ich ganz stark. Die Freiheit, die Unabhängigkeit und das Erschaffen. So ging ich tagein, tagaus mit dem Gefühl des Hamsterrades in die Arbeit. Draußen war schönes Wetter – ich war im Büro. Es gab gerade nichts zu tun? – Egal ich war trotzdem im Büro. Ich wollte mal kurz weg fahren – kurzfristiger Urlaub war nicht drin. Ich entwickelte eine solche Sehnsucht danach, digitaler Nomade zu werden. Spätestens als ich auf der DNX, der digitalen Nomadenkonferenz war, schwor ich mir, dass ich bei der nächsten DNX bereits digitaler Nomade sein werde (Spoiler – ich habe es sogar 2 Monate früher geschafft!).

Also startete ich nebenbei wieder damit, mir eine Selbstständigkeit aufzubauen. Ich probierte alle möglichen Geschäftsmöglichkeiten aus. Von Network Marketing, über Amazon FBA hin zu einer Online-Marketing-Agentur. Ich wollte schließlich ortsunabhängig arbeiten. Meine damalige Freundin fand meinen zukünftigen Lifestyle gar nicht toll und machte Schluss. Also gab es nichts mehr, was mich zurückhalten konnte.

Irgendwann war ich dann so weit. Ich hatte mir genügend Rücklagen aufgebaut, meinen Besitz auf zwei Kisten reduziert und meine Wohnung gekündigt. Jetzt ging es los. Zu einer langen Reise. Einer Reise zu mir Selbst. Einer Reise zu den schönsten Orten der Welt. Einer Reise, die ich bis heute nicht bereut habe. 

Wie du siehst, hat jeder seine Hürden und Struggles. Jetzt helfe ich dir bei deinen Hürden und Struggles. Gemeinsam gehen wir den Weg und ich helfe dir, wenn es schwierig wird! Damit du endlich aus diesem muffigen Büro rauskommst und die Welt entdecken kannst!

 

Was sind meine größten Erkenntnisse aus diesem Lebensweg?

  • Suche dir immer einen Mentor, der dir neue Perspektiven zeigt und dich.
  • Alkohol und Party gehören in geringen Maßen zum Leben dazu, sind aber nicht Sinn des Lebens.
  • Mach die Dinge einfach und schau was passiert.
  • Deine Ängste sind sowieso nur in deinem Kopf.
  • Ist dein Ego groß, ist dein Geldbeutel klein.
  • Die schwierigsten Ereignisse lassen dich am meisten wachsen.
  • Bleibe immer in Bewegung und eigne dir neue Erkenntnisse an.
  • Nur wenn du Selbstverantwortung übernimmst, empfindest du das Leben so, wie du es haben möchtest.

2 Gedanken zu „Wie ich zum digitalen Nomaden wurde – Meine Story“

  1. Hey Constantin, ich wünsche dir noch ein frohes neues Jahr.

    Ich finde deine Geschichte echt gut. Sie zeigt v.a. dass es darauf ankommt, beharrlich zu sein. Mehrere Dinge ausprobieren, bis man einen Weg gefunden hat, sein Ziel zu erreichen.
    Ich bin momentan am schauen, wie ich digitaler Nomade werden kann und hab in den letzten paar Tagen einiges verschlungen. Auch einige Artikel von dir.

    Ich hab angefangen bei Udemy mit einem Kurs zum Thema Webentwicklung angefangen, um überhaupt erstmal eine Fähigkeit zu haben, die mir ermöglicht überhaupt erstmal zu starten. Da ich ich aber auch gut mit Zahlen und Finanzen kann (Bankkaufmann gelernt) überlege ich, ob vielleicht hier ein Weg möglich wäre. Als 3. Option wäre da noch Sales/Account Management. Und dann gibt es da noch die Alternativen mit E-Commerce.
    Ich bin etwas überschlagen, wie ich am besten starten soll, denke aber erstmal überhaupt etwas finden und dann die Sachen wie E-Commerce und Webdev. können dann später kommen, weil ich mit den anderen Option zeitnah starten kann.

    Und hattest du dein Studium damals abgeschlossen? Ich bin mit meinem Wirtschaftsinformatik Studium ungefähr zur Hälfte durch, aber anstatt noch weitere 1 1/2 Jahre „abzusitzen“ brenne ich eher darauf loszustarten und übergangsweise ggf. Vollzeit zu arbeiten, bis ich vollkommen ortsunabhängig bin. An sich macht es mir keinen Spaß und ich denke man hat heutzutage die Möglichkeit, alles zu lernen. Bringt es dir in irgendeiner Weise eine Art „Reputation“ bei Kunden, falls du es abgeschlossen hast?

    Wege entstehen ja bekanntlich in dem man sie geht 🙂

    Liebe Grüße,
    Marius

    Antworten
    • Hallo Marius,

      ich habe mein Wirtschaftsstudium zugunsten der Selbstständigkeit ad acta gelegt und es bis heute nicht bereut. Denn die Uni ist nur darauf ausgelegt, gute Angestellte in langweiligen Jobs auszubilden. Was hältst du denn davon, als Versicherungs- oder Finanzanlagen Makler durchzustarten. Einfach einen Funnel aufbauen und dann Online Beratung machen. Weil das kannst du schon und bis du eine neue Fähigkeit aufbaust, kann es dauern. Viele Grüße

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